Hinweise für Versionaktualisierungen installierter Systeme

Diese Seite bietet eine Zusammenfassung der Release-Notes und wird nach jeder Veröffentlichung aktualisiert. Die vollständigen Release-Notes finden sich auf aptosid.com beziehungsweise der Live-ISO oder man installiert aptosid-releasenotes.

Release-Notes für aptosid 2013-01 Ἑσπερίδες - Hesperides

Neue Features in aptosid 2013-01 Ἑσπερίδες - Hesperides sind insbesonders Kernel 3.9 sowie zahlreiche Verbesserungen bezüglich Integration und Stabilisierung. Besonderes Augenmerk wurde auf die Verbesserung der Systemkompatibilität mit verschiedenen UEFI-Systemen und die Ivy-Bridge-Architektur gelegt. Eine grundlegende Unterstützung für Haswell ist nun vollständig. Kernel 3.9 verbessert und stabilisiert nicht nur die Hardware-Unterstützung für neuere Geräte, er verbessert auch den Energiesparansatz für libata-Ziele, moderne Audio-Treiber und Multi-Head-Umgebungen mit AMD/ATi-Radeon-Grafikkarten.

Die Grafik der Intel Ivy-Bridge profitiert von einer verbesserten Unterstützung des DisplayPort, nouveau wurde mit einer ersten Ventilator-Kontrolle für die Chipsätze NV40 und NV50 ausgestattet (GeForce 6xxx/7xxx/8xxx/9xxx/1xx/2xx/3xx). Der Radeon-Treiber für AMD/ATi-Grafikkarten bekam Unterstützung für die Oland-Generation (Radeon 8500/ 8600 series) und Richland-APUs.

Bezüglich Dateisystemen: CIFS unterstützt jetzt die Protokolle SMB 2.0 und SMB 2.1, und der mdadm-Layer besitzt nun TRIM-Unterstützung. Eine neue Entwicklung ist der dm-cache target, mit dessen Hilfe ein SSD-Speicher erlaubt ist, um den Zugriff zu Festplatten zu beschleunigen.

Unterstützung von Atheros AR5523 ist nun offiziell Teil des Kernel, Broadcom hat eine erste Unterstützung für BCM43224 dem Treiber brcmsmac zugefügt. Einen neuen Treiber erhielt der Realtek RTL8723AE Wlan-Chipsatz und r92su ersetzt rtl8712u Realtek RTL8188SU/RTL8192SU. Intel bietet mit iwlmvm den ersten IEEE 802.11ac-Treiber für IWL7xxx, Atheros und Wilocity steuern 60GHz-Treiber (WiGig WBE) für die Generation QCA WIL6210 bei.

Die Zuverlässigkeit von GPT und UEFI, was das Ansprechen von Festplatte mit mehr als 2 TiB und ihre Verwendung als Boot-Gerät an Stelle des traditionellen PC-BIOS ermöglicht, wurde verbessert. Besonderer Wert wurde auf die Verbesserung der UEFI-Unterstützung auf verschiedenen Hardware-Plattformen und die Vermeidung von Fehlern im Zusammenspiel einiger Firmware gelegt.

Wie immer wurde eine große Anzahl von Funktionalitätsverbesserungen und Fehlerkorrekturen bei allen Paketen, die mit aptosid ausgeliefert werden, vorgenommen.

Obwohl diese Veröffentlichung zeitnah zur Veröffentlichung von Debian 7.0 "Wheezy" erfolgt, basiert sie auf tagesaktuellem Debian Sid und ist weder intendiert noch geeignet als alternativer Installationsweg für Debian "Wheezy". Viele sicherheitsrelevante Pakete in aptosid (Debian sid) verfügen bereits über eine höhere Versionsnummer als die korrespondierenden Versionen in "Wheezy" oder sind in dessen Kontext nicht mehr installierbar.

aptosid nach dem 'Freeze'

Nach Veröffentlichung von Debian 7 Wheezy wurde der Versions-Freeze aufgehoben. Daher stehen bedeutende Veränderungen an (KDE 4.10.2/kdepim2, xserver-xorg-core 1.14.0, udisks2, grub2 2.00, etc.), die sich noch in Experimental befinden. Die nächsten Wochen werden bezüglich Paketaktualisierungen seitens Debian potentiell weniger koordiniert als üblich sein. Daher empfehlen wir besondere Achtsamkeit bei Systemaktualisierungen. Wir empfehlen die Lektüre der Upgrade-Warnungen auf aptosid.com bzw. das Verschieben einer Systemaktualisierung um mehrere Stunden, falls KDE 4.10 oder X.org involviert sind, um die Berichte erfahrener Nutzer einholen zu können. Beachtet soll werden, dass eine rechtzeitige Warnung nicht immer möglich sein kann, da Debian seine Server täglich viermal aktualisiert.

Wir danken unserem Sponsor Webtropia (Teil der myLoc managed IT AG), der das Hosting für unsere Entwicklungs- und Web-Infrastruktur zur Verfügung stellt. Die Server von myLoc managed IT AG bieten eine geeignete technische Lösung für unsere Anforderungen, indem unsere eigene Serverversion von aptosid auf ihnen als Betriebssystem verwendet wird.

Unserer besonderer Dank gilt den Grafik- und Handbuchteams sowie webtropia.com und allen, die uns Spiegelserver zur Verfügung stellen.

Jetzt zu den interessanten Themen! Was steht auf dem Plan:

Häufig gestellte Fragen

Installation

Es empfiehlt sich Tastaturlayouts, locales und Zeitzonen vor dem booten des zu installierenden Systems mit Hilfe des Bootmenüs [F2], [F3] auszuwählen. Auf diese Weise werden die Lokalisierungseinstellungen direkt an allen erforderlichen Stellen gesetzt und eine aufwändige manuelle Konfiguration ist nicht erforderlich.

The 64 bit 'amd64' editions should be preferred on modern hardware supporting it.

device mapper/LVM2/mdadm/cryptsetup

Ein länger bestehendes Problem mit der initramfs-Integration von Debian für verschiedene von Device-Mapper abhängige Ziele wie lvm2, mdadm oder cryptsetup kann aufgrund kleiner Änderungen im Timing neuerer Kernel leichter behoben werden. "rootdelay=1" - dieser Boot-Parameter kann als vorläufiger Workaround für betroffene Systeme verwendet werden, welche das Root-Dateisystem auf einem Gerät mit Device-Mapper nicht finden können. In seltenen Fällen muss der Root-Delay noch höher gesetzt werden. Diese Einstellung kann entweder im Boot-Menü von grub2 vorgenommen werden oder permanent der Zeile GRUB_CMDLINE_LINUX in /etc/default/grub zugefügt werden. Im zweiten Fall muss update-grub im Anschluss an die Änderung ausgeführt werden.

efi_no_storage_paranoia

Seit Kernel 3.8.5 wird efivars nicht mehr geschrieben, falls der freie Platz unter 50% fällt, um Schaden bei betroffenen Samsung-Systemen zu vermeiden. Dies betrifft auch die Aktualisierung bestehender efivars (Booteinträge von grub-efi , BootOrder oder BootCurrent/BootNext). Es ist empfohlen, die betroffenen Daten zu von pstore zu entfernen (ältere Kernel speicherten Kernel-Logs in pstore):

mount -t pstore -o kmsg_bytes=8000 pstore /sys/fs/pstore/
# rm /sys/fs/pstore/*

Aufgrund verschiedener UEFI-Säuberungsroutinen auf existierender Hardware kann es nötig sein, einen vollen (non-kexec) Reboot durchzuführen, bevor der Inhalt von pstore sichtbar wird — und ein weiterer voller Reboot, bevor die Säuberungsroutinen den Platz für efivars freigeben. Ab aptosid 2013-01 "Ἑσπερίδες - Hesperides ", wird pstore automatisch während jedes Bootvorgangs des Live-Mediums gesäubert!

Auf mancher Hardware ist efivars ab Fabrik mit mehr als 50% belegt. In diesen Fällen kann es nötig sein, den Kernel-Parameter "efi_no_storage_paranoia" sowohl bei Live-Systemen wie auch bei installierten Systemen (GRUB_CMDLINE_LINUX in /etc/default/grub) beizufügen. Die Verwendung dieses Kernel-Parameters kann bei kaputten UEFI-Implementierungen kritisch sein, Vorsicht ist empfohlen.

isohybrid

Mittels isolinux, das gfxboot unterstützt, ist es möglch isohybrid zu nutzen. Dies ermöglicht, eine ISO direkt auf einen USB-Stick oder ein SD/SDHC/MMC-Speichergerät zu schreiben und bootbar zu machen. isohybrid fügt der ISO einen MBR bei und kreiert eine Partitionstabelle mit nur einem einzigen aktiven Eintrag: der Partition, die das ISO enthält. Dies ermöglicht ein direktes Schreiben einer aptosid-ISO auf USB-Speichergeräte oder SDHC-Speicherkarten zusätzlich zu der bisher bekannten Methode mittels "install-aptosid-to-usb" (install-usb-gui). Diese Option ist besonders dann von Vorteil, wenn keine existierende aptosid-Installation vorhanden ist, aber ein Installationsmedium von einer anderen Linux-Distribution oder einem Nicht-Linux-Betriebssystem erstellt werden soll. Es soll auch angemerkt sein, dass diese Methode das ganze USB-Medium überschreibt und der zur Verfügung stehende Speicherplatz auf die Größe der aptosid-ISO beschränkt ist. Die Methode mit install-usb-gui hat nicht diese Beschränkungen und ist die Methode der Wahl, falls ein aptosid-System zur Verfügung steht. Weitere Partitionen können erstellt werden, um Zugriff auf den unbenutzten Teil des Speichergeräts zu erhalten.

cat /path/to/aptosid-*.iso > /dev/USB_raw_device_node

Weitere Informationen über die Installation von aptosid finden Sie unter Installationsoptionen.

Wireless regulatory domain settings (crda)

Auf das neue "regulatory domain Framework" für cfg80211 basierte wlan-Karten erfordern crda, um Zugriff auf wlan-Kanäle oberhalb von ch11 (2.4 GHz oder die 5 GHz-Alternativen) zu gewähren. Ohne crda sind nur die Kanäle der "world domain" (1-11) verfügbar.

apt-get update 
apt-get install crda

Systemstart von aptosid über ein Netzwerk

Das Booten von aptosid via PXE (Preboot Execution Environment) und NBD (Network Block Device) wird unterstützt, die benötigten Einstellungen können im Boot-Menü [F4] vorgenommen werden. Anleitungen anhand eines Beispiel-Bootservers für PXE+NBD finden sich unter aptosid netboot introduction sowie im Handbuch: Booten von aptosid über ein Netzwerk.

UEFI-Systemstart

Unterstützung eines Systemstarts auf UEFI ist mit den amd64-Versionen von aptosid 2011-02 "Ἡμέρα" gegeben. Die graphische Oberfläche des Installers wurde noch nicht angepasst, aber der Bootloader wird nach /efi/aptosid innerhalb der "EFI-Systempartition" installiert und unterhalb von /boot/efi/ auf dem installierten System eingebunden. Voraussetzungen sind:

Im Augenlick wird UEFI-Systemstart nur für die 64bit-Versionen (amd64) angeboten. 32bit-UEFI (auf älteren Apple-Systemen) wird im Augenblick nicht unterstützt. Multiboot mit anderen 64bit-Betriebssystemen sollte möglich sein, konnte aber nicht getestet werden.

Siehe auch "efi_no_storage_paranoia" weiter oben.

UEFI - Booten auf entfernbaren Medien

Um ein entfernbares und mit UEFI bootbares Medium (z.B. einen USB-Stick) zu erstellen, kann der Inhalt auf eine mit vfat formatierte Partition entpackt und die Partition als bootbar markiert werden. Es gibt auch die Option, dieses Medium auch mit dem traditionellen Systemstart auf einem PC-BIOS kompatibel zu gestalten. In unserem Beispiel ist /dev/sdz1 die Zielpartition auf dem USB-Stick:

syslinux -i -d /boot/isolinux /dev/sdz1
install-mbr /dev/sdz

Microsoft UEFI Secure Boot

Aktuell gibt es keine Pläne für die Unterstützung von Microsoft UEFI Secure Boot. Um ein Dual-Booten mit anderen Betriebssystemen zu ermöglichen, muss diese Option in der Systemfirmware deaktiviert werden. Dies hat keine Auswirkung auf installierte Betriebssysteme.

Lokalisierung

Ein besonderes Merkmal von kde-full ist die Möglichkeit, andere Sprachen als Deutsch oder US-Englisch im boot Menü (F2) wählen zu können, womit automatisch Lokalisierungen für den Desktop und viele weitere Anwendungen bereits während des Bootens installiert werden. Dies sichert, dass diese Lokalisierungen auch nach der Installation von aptosid vorhanden sind. Auch werden nur die gewünschten Sprachen This ensures they are also present after installing aptosid, while only installing the required languages for the given system.für das System installiert. Der benötigte Speicher hängt von der jeweiligen Sprache ab und aptosid könnte die Installation einer Lokalisierung nicht durchführen, wenn nicht genügend RAM vorhanden ist. Ist dies der Fall, wird die Installation in englischer Lokalisierung fortgeführt, aber mit den gewünschten Lokalisierungseinstellungen für Währung, Datum/Zeit und Tastatur). 1 GB RAM oder mehr sollten für alle Lokalisierungen und Sprachen ausreichend sein. Folgende Sprachen und Lokalisierungen werden unterstützt:

Die Auswahl der Sprachen hängt vom Stand der Übersetzungen des aptosid-Handbuchs ab. Sie sind jederzeit im Handbuchteam willkommen, um für Ihre Sprache aktiv zu werden. Wegen nicht ausreichender Aktualität der Übersetzungen des Handbuchs sind im Augenblick folgende Sprachen nicht mehr unterstützt:

Helfen Sie mit, diese Sprachen wieder nach aptosid zu bringen!

Hinweise für Upgrader

aptosid bemüht sich sehr um einen nahtlosen Aktualisierungspfad für Debian- und aptosid-eigene Pakete, dennoch verbleibt manches, was manueller Nacharbeit bedarf.

Veraltete Pakete

Im Rahmen der Weiterentwicklung von aptosid wurden einige Pakete durch bessere Alternativen ersetzt oder überflüssig.

Übergangspakete und veraltete Bibliotheken können oft mit "deborphan" festgestellt werden. Deborphan ist eine sehr hilfreiche Anwendung, um ein laufendes System zu säubern, die Ausgabe des Programms sollte aber immer überprüft werden, bevor sie als Input für Deinstallationen verwendet wird.

$ deborphan

Der folgende Befehl ist in der Lage Pakete zu finden, die nicht länger in einem aktiven apt-Repository verfügbar sind. In Bezug auf manuell installierte Pakete ist jedoch Vorsicht geboten.

$ apt list 2>/dev/null | awk -F '/' '/installed,local/{print $1}'

Wie kann man mitarbeiten?

Die Mitarbeit bei aptosid ist einfach zu initiieren, kontaktieren Sie uns in unserem Forum Forum or - noch einfacher - in unserem IRC (irc.oftc.net, port 6667, channel #aptosid). Dort können Sie Ihre Patches und Vorschläge diskutieren.

Wir freuen uns über alle Patches und Beiträge, die den Debian-Richtlinien für freie Software entsprechen, besonders bezüglich alternativer Desktopumgebungen (GNOME, LXDE), bezüglich einer Steigerung der Effizienz und Performanz oder bezüglich Übersetzung und Lokalisierung.

Roadmap:

Wir bitten um Verständnis, dass folgende Roadmap nur einen groben Veröffentlichungsplan darstellt, der vom Status, in dem sich Debian Sid, wichtige Systemkomponenten wie X.org, KDE, der Linux-Kernel sowie Eigenentwicklungen befinden, abhängig ist und daher Veränderungen ausgesetzt sein kann.

Content last revised 13/05/2013 1520 UTC